Samstag, 18. Juni 2011

das Leben eines Hundes

ein Leben lang begleite ich dich
bin dein Freund
dein Beschützer
dein Gefährte
du ich merke
ich bin alt
seh deine Traurigkeit in deinem Gesicht
du weisst mein Haar ist grau geworden
mein Gehör ist nicht mehr das
was es mal war
ich komme in die Jahre
in die letzen meines Lebens
gib mir deine Liebe
deinen Halt
deine Zuversicht
dein Versprechen
dass mein Tod ein leichter sein wird
lass uns eine schöne Zeit haben
durch die Wälder streifen
die Blumen riechen
und schmecken
was du mir vertrauensvoll mit deiner Hand reichst
stattlich bin ich noch mit meinen 15 Jahren
stolz siehst du mich an
ich sehe Liebe in deinem Blick
deine Hand fährt über mein Gesicht
eine Geste
die ich liebe
denn sie drückt alles aus
was du fühlst
ich seh dich an
ich muss raus
raus auf die Wiese
raus durch den Wind
ich drehe meine Runden
schnell und noch kraftvoll
genieße jeden Tag und jede Stund
in diesem herrlichen Sommer
ein Schmetterling setzt sich in mein Fell
ich spiele mit ihm
versuche ihn zu fangen
natürlich nicht wirklich
denn er ist ein Teil der Natur
mit der ich so eins bin wie mit dir
jetzt sehe ich dein Blick
der mich ruft
mit Liebe zu dir
ich setze an zum Sprung über den Stein
meine Pfoten tragen mich leichtfüßig zu dir
ich will bei dir sein
bei dir
bei dir
bei dir
meine Gedanken drehen sich im Kreis
mein Körper plötzlich schwach
ich komme bei dir an
du siehst mich an
ich sehe deine Augen
mit der Traurigkeit in meinen
denn vor dir breche ich zusammen
mein Lauf gestoppt
hart schlage ich auf den Boden auf
bitte nein
es ist soweit
soweit
soweit
der Tod will mich erreichen
du hast mich erreicht
wir tanzen jetzt den Reigen der Endgültigkeit
schwach meine Augen ich sehe dein Gesicht
schmerz in deiner Seele
lass mich gehen
für mich
ich bitte dich
weine nicht um mich
ruhig möchte ich von dir gehn
ich werde dich niemals vergessen

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