Mann im Feuer
die Natur eines Paradieses vor Augen
stehe ich auf einer Wiese im Sommer
meine Blicke schweifen über das Tal
über den Fluß
über den Waldrand
inmitten ein beginnender Sonnenuntergang
ganz am Ende eines Tages
wie ein Leben in den letzen Zügen
ich wundere mich über das Lagerfeuer in meiner Nähe
warum ist es hier
stehe ich auf einer Wiese im Sommer
meine Blicke schweifen über das Tal
über den Fluß
über den Waldrand
inmitten ein beginnender Sonnenuntergang
ganz am Ende eines Tages
wie ein Leben in den letzen Zügen
ich wundere mich über das Lagerfeuer in meiner Nähe
warum ist es hier
Menschen kommen und halten einen Mann in ihrer Mitte
wiederstrebend läuft er mit ihnen
mit Gewalt schleifen sie ihn
sie kommen immer näher
ganz schweigsam
gewaltsam
sie verbieten ihm ein Wort
er sagt nichts
obwohl er könnte
sie gehen an mir vorbei zum Lagerfeuer
und versammeln sich
genauso schweigend stehe ich dort
und beobachte alles
was um mich herum passiert
der Mann in ihrer Mitte
er sieht mich an jetzt unumwunden
er lässt mit Blicken nicht von mir ab
als diese Menschen ihn grausam
ohne Worte
in dieses Feuer zwingen
erschreckt sehe ich
wie er von dem Flammen gefangen ist
seine Augen halten mich fest
Augen wie sie klarer und unschuldiger nicht sein können
ich sehe
ich fühle mit ihm
das Feuer verrichtet sein tobendes Werk an ihm
seine Kleidung verbindet sich zu einer Masse mit seinem Fleisch
Blasen entstehen
Schwärze entsteht
er muss doch Schmerzen haben
und schreien
schreien um sein Leben
nichts von alle dem
seine Augen
sehen weiter mit der Klarheit in mich hinein
in diesen Augen steckt ewiges Leben
nicht der Tod
plötzlich steht er auf
sein zerschundener Körper bewegt sich aus der Hitze
hinein in die Schönheit der Natur
die Menschen um ihn fassungslos
regungslos
mit Gedanken ohne Sinn
er bewegt sich mit langsamen Schritt zu dem Fluß
vorsichtig
ein skuriles Bild für jeden
jetzt kommt ein Floß den Fluß hinab
so langsam wie dieser Mann selbst sich bewegt
beide steuern aufeinander zu
ein rettender Anker für einen gepeinigten Menschen
sie berühren sich und werden zu einer Einheit
der Mann steht auf dem Floß
Wind kommt auf
ein starker Wind mit einer weißen Masse
die die Schwärze seines Körpers umschließt
immer mehr
immer wieder
er breitet die Arme aus
das Weiße verbindet sich mit der Klarheit seiner Augen
und der Größe seines Körpers
sieht so vielleicht ein Engel aus
ich höre nur in meinem Kopf
sie haben niemals gewußt was sie tun
ich bin die Zukunft
ich bin unaufhaltbar lenkbar
nicht zerstörbar
ich bin der wichtigste Teil
in
deinem Leben
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen